Montag, 15. Juni 2015

Mhhhhh... Erdbeeren!

Wer liebt sie nicht? Erdbeeren! Besonders jetzt im Juni schmecken sie himmlisch und sind nahezu auf jedem Blog zu finden - natürlich auch bei mir. Ich finde es toll, mit saisonalen Produkten zu arbeiten, denn so tun wir unser Umwelt etwas gutes und schöpfen neue Ideen aus der jeweiligen Jahreszeit. Nur wie die Erdbeeren verarbeiten? Pur - ein intensives Geschmackserlebnis ohne andere Einflüsse. Mit Sahne - herrlich fluffig. Mit Zucker bestreut - für noch mehr Süße. In Quark oder Joghurt - herrlich frisch. Lange habe ich überlegt, was ich Euch präsentieren kann, wo ich mich wieder so richtig austoben kann, meine Kreativitiät voll auslebe.
 
Doch manchmal sind die einfachsten Rezepte die besten, weil sie von Jedermann nachgebacken werden können, man nur ganz wenige Zutaten benötigt und sie absolut gelingsicher sind. So wie mein Rezept für diesen fruchtigen Erdbeerkuchen, serviert auf einer kleinen Gartenparty:

Der Boden ist mir leider nicht ganz so einfach wie ich es gerne wollte, aus der Form gehüpft, aber: Nobody's perfect! Krone richten und weiter machen.

Der Erdbeerkuchen besteht aus einem Biskuitboden, einer Vanillepuddingfüllung und als Topping frische Erdbeeren und eine Erdbeersoße! Himmlisch....
 
Das braucht Ihr

für den Boden:
  • 4 Eier
  • 200g Mehl
  • 200g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL Backpulver
für die Füllung:
  • 2 Päckchen Dr. Oetker Vanillepudding
  • 1l Milch
  • 4 - 8 EL Zucker
für die Erdbeersoße:
zusätzlich noch 250g - 350g Erdbeeren


Und so wird's gemacht:
Zuerst backen wir unseren Boden. Dazu schlagt Ihr die Eier, den Zucker und den Vanillezucker schaumig. Hier müsst Ihr Geduld haben. Wer keine Küchenmaschine besitzt muss mindestens 8 - 10 Minuten rühren. Je länger Ihr rührt, desto schaumiger wird Eure Masse. Das macht sich später bemerkbar, denn je schaumiger Eure Masse, desto fluffiger Euer Boden. Schreckt nicht ab, weil es sich um einen Biskuit handelt. Ihr müsst ihn weder Teilen noch Stapeln - er braucht also nicht besonders hoch aufgehen. Wie schon gesagt: gelingsicher!

Bevor das Mehl in die Masse kommt: Mit dem Backpulver mischen und sieben. Es darf nicht klumpig sein! Im Anschluss hebt Ihr das Mehl mit dem Backpulver portionsweise mit einem Schneebesen unter die Masse. Dabei schwingt Ihr den Schneebesen aus dem Handgelenk von oben nach unten und von hinten nach vorne durch die Masse. Hier ist Euer Gefühl gefragt, denn wer zu grob ran geht macht sich die vorher geduldig aufgeschlagene Masse kaputt. Es reicht, wenn Ihr am Anfang nur ein paar Mal durch die Masse fahrt. Je mehr Mehl Ihr hinzufügt, desto öfter müsst Ihr durch die Masse fahren. Das merkt Ihr aber von ganz allein, da der Teig dicker wird und die Mehlreste besser zu erkennen sind. 
 
Ist alles gut vermischt füllt Ihr den Teig in eine gut gefettete, mit Paniermehl bestreute Obstkuchenform (ca. 28cm Durchmesser) und backt ihn bei 170 Grad Ober-/Unterhitze im Backofen. Die Zeit richtet sich ein wenig nach Eurem Belieben. Wer wie auf meinen Bildern einen hellen Boden haben möchte, lässt den Teig 20 Minuten im Backofen. Wer einen dunkleren Boden bevorzugt, bäckt den Teig ca. 25 - 30 Minuten. In jedem Fall: Bevor Ihr den Boden raus holt müsst Ihr die Stäbchenprobe machen. Bleibt an Eurem Zahnstocher oder besser noch am Schaschlikspieß Teig hängen, muss der Boden noch etwas länger im Ofen bleiben. Doch Vorsicht! Niemals die Backofentür vor Ablauf der Zeit öffnen! Ihr lauft Gefahr, dass Euer Biskuit in sich zusammenfällt.
 
Ist Euer Boden fertig gebacken, öffnet Ihr die Tür des Backofens und lasst den Biskuit für etwa 5 Minuten im Ofen stehen. Dadurch beugt Ihr der Gefahr vor, dass der Biskuit wegen der unterschiedlichen Temperatur zusammen fällt nach dem Ihr ihn vom Ofen auf die Arbeitsplatte stellt. Im Anschluss stürzt Ihr den Biskuit auf ein Kuchengitter und lasst Ihn auskühlen.
 
Während der Boden auskühlt könnt Ihr schon die Erdbeersoße vorbereiten, denn sie sollte noch etwas gekühlt werden, bevor sie auf den Kuchen kommt. Bei der Menge der Erdbeeren müsst Ihr nach Eurem Geschmack gehen. Ich habe, wie auf der Packung angegeben, 250g Erdbeeren verwendet. Meiner Meinung nach ist das zu viel, weil die Soße dann sehr fruchtig und erdbeerig schmeckt und mir einfach einen Tick zu kräftig ist. Nehmt daher 150g - 200g wenn Ihr es etwas sanfter mögt. Die Zubereitung ist ganz einfach: Erdbeeren waschen und vom Stängel befreien, in einen Mixer oder, wer einen Pürierstab hat, in eine Rührschüssel geben, Dr. Oetker Gelierzucker für Erdbeersoße hinzu und solange pürieren bis eine cremige Masse entstanden ist. Anschließend die Soße kalt stellen.
 
Die restlichen Erdbeeren können wir jetzt auch schon wunderbar für das Topping vorbereiten. Zuerst auch wieder die Erdbeeren waschen und die Stiele entfernen. Dann die Erdbeeren halbieren - fertig!  
 
Weiter geht es mit dem Pudding. In eine Schüssel oder einen Messbecher das Puddingpulver hineinfüllen, 4 EL Zucker dazu (wer es süßer mag kann auch 8 EL nehmen - mein Mann hat sich natürlich gleich beschwert, dass der Pudding nicht süß genug ist) und 12 EL Milch von den 1l Milch die Ihr gerade in einen Topf gefüllt habt und aufkocht. Jetzt alles mit einem Schneebesen zu einer gleichmäßigen, klumpfreien Masse verrühren. Wenn die Milch im Topf nach oben steigt, den Topf vom Herd nehmen und unter Rühren die Masse aus der Schüssel hineingießen. Immer weiter rühren und den Topf zurück auf die Herdplatte stellen. Kurz weiterrühren, so etwa 30 - 40 Sekunden und direkt aus dem Topf auf den Boden gießen. Gießt ruhig so viel Pudding rein, dass Ihr eine Höhe mit dem Rand des Bodens erreicht. Den restlichen Pudding könnt Ihr in kleine Schälchen füllen.
 
Nun werden die gerade vorbereiteten Erdbeeren auf den Pudding gesetzt. Da die Erdbeeren vollständig mit Soße bedeckt werden, ist es egal wie Ihr Eure Erdbeeren anrichtet. Sie können kreisförmig oder wild drauf gelegt werden, ganz egal. Geschmacklich ändert sich nichts....
 
Jetzt wird Euer Kuchen für etwa 30 - 45 Minuten kalt gestellt. Nach Ablauf der Zeit gießt Ihr die Soße von der Mitte aus über den Kuchen und streicht ganz vorsichtig die Soße in die Lücken. Wenn Ihr, wie auf den Bildern, ein wenig Soße kontrolliert vom Rand fließen lassen wollt, schiebt mit einem Teigschaber oder Pinsel die Soße vorsichtig über den Rand. Die Schwerkraft tut jetzt alles von ganz alleine, die Soße fließt herunter. Wollt Ihr die Soße noch etwas tiefer haben, gebt Ihr noch ein wenig Anschwung. Habt Ihr Euch mit dem "Soße über die Klippe schuppsen" ausgetobt, kommt der Kuchen erneut etwa 10 - 15 Minuten in den Kühlschrank.
 
That's it! Super einfach, absolut gelingsicher und sooooooooo lecker!!! 
 
Lasst es Euch gut gehen,
 
Eure Jessmyne
 
P.S. Für meine kleine Gartenparty habe ich die kleinen Fläschchen von Xenos (zur Zeit im Sortiment) mit Wasser sowie etwas Limette und zwei, drei Blätter Minze gefüllt. Im Sommer super erfrischend und eine Abwechslung zum Wasser ohne Geschmack. 
 
P.P.S. Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Ihr mich darüber informiert, wenn Ihr meine Rezepte nachbackt. Schreibt mir doch über meine Nachrichtenfunktion hier auf dem Blog (an der Seite rechts zu finden), lasst mir einen Kommentar hier da, postet ein Bild von Eurem Werk auf meiner Facebook-Seite oder verlinkt mich auf Eurem Bild bei instagram. Ich freue mich auch jederzeit über Kritik und Lob zu meinem Blog, vielleicht habt Ihr noch ein paar Verbesserungsvorschläge für mich. Lasst alles raus :)